Fertighaus und Energie

Fertighäuser nehmen in der Baubranche heute einen immer größeren Stellenwert ein. Die herkömmliche Bauweise in der bewährten „Stein auf Stein-Methode“ hat hier wirkliche Konkurrenz erhalten, jedoch sind der Markt und die Nachfrage immer noch groß genug, um beide Bauweisen am Leben zu halten. Egal ob Fertighaus oder Massivhaus, Altbau oder Neubau, in Zeiten ständig steigender Energiepreise ist die Frage der Beheizung und Isolierung des Eigenheims von entscheidender Bedeutung. Hier haben gerade die Fertighaushersteller schon früh auf diesen Trend reagiert und entsprechende Konzepte entwickelt und angeboten. Fertighäuser wurden schon früh als Niedrigenergiehaus konzipiert und machten so, gerade in den Anfängen, auf sich aufmerksam. Als Niedrigenergiehaus bezeichnet man Neubauten, aber auch sanierte Altbauten, die das jeweilige gesetzlich geforderte energietechnische Anforderungsniveau unterschreiten. Das ursprüngliche Vorurteil, Holzhäuser könne man ja nicht richtig beheizen, war schnell widerlegt. Zudem bieten Fertighäuser noch einige andere Vorteile. Durch, in den Fabriken, vorgefertigte Teile erreicht man bei diesem Konzept extrem kurze Bauzeiten. Nachdem ein Grundstück gekauft, die Baugenehmigung erteilt und die Bodenplatte oder der Keller hergestellt sind, ist es keine Seltenheit, dass ein Fertighaus in ein bis zwei Tagen errichtet ist.
Eine weitere Möglichkeit, Energiekosten zu sparen, bietet ein neu entwickeltes Konzept, das Passivhaus. Dieses Konzept der Frischluftheizung kann grundsätzlich auf alle Haustypen angewandt werden, benötigt aber grundsätzlich eine wirklich gute Wärmedämmung. Die Energieeinsparung beim Heizen von Passivhäusern beträgt über 80 % gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen Neubau-Standards. Der Trick bei diesen Häusern beruht darauf, dass heutige Neubauten luftdicht gebaut werden. Da der Mensch in seiner Behausung aber immer ausreichend Frischluft benötigt, übernimmt diese beim Passivhaus einfach die Heizaufgabe.

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