Die MPU oder der Idiotentest
Geschrieben von Sandra Reinfeld am 27 März 2009 in Auto & Motorrad
Schnell ist es passiert, der Fuß auf dem Gas ist ein wenig zu schnell und schon hat man die erlaubte Geschwindigkeit um einiges überschritten. Und ausgerechnet in dem Moment wird man von der Polizei erwischt. Je nach Art der Vorwürfe können die Behörden oder das Gericht die MPU, also die Medizinisch-Psychologische Untersuchung anordnen. Im Volksmund wird die MPU auch als sogenannter Idiotentest bezeichnet
Doch im Gegensatz zur normalen Führerscheinprüfung, bei der das Wissen des Prüflings, bzw. seine Kenntnisse und sein Können im Straßenverkehr überprüft werden, steht die charakterliche Eignung für die Teilnahme am Straßenverkehr im Mittelpunkt der MPU. Aber nicht nur demjenigen, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist, droht ein solcher Test. Auch nach der Begehung einer Straftat oder wer mehr als 18 Punkte im Verkehrszentralregister angesammelt hat bzw. wer unter Einwirkung von Alkohol, Medikamenten oder Drogen aktiv am Straßenverkehr mit einem Fahrzeug teilgenommen hat, dem wird solch ein Test angeordnet.
Die Untersuchung selbst besteht insgesamt aus drei Teilen. Der erste Teil besteht in verschiedenen Untersuchungen. Sie dienen dazu, um aus medizinischer Sicht die Bedenken, die an der Fahrerlaubnis bestehen, auszuräumen bzw. zu bestätigen. Anhand von Veränderungen im Organsystem oder auch bestimmte Erkrankungen erlauben dem Mediziner einen entsprechenden Rückschluss auf den Konsum von Alkohol, Medikamenten oder auch von Drogen zu ziehen. Im zweiten Teil kommen auf den Prüfling, der sich der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung unterziehen muss, verschiedene Fragen zu, die er in einem persönlichen Fragebogen zu beantworten hat. Je nachdem, welche Untersuchungsstelle diesen Test durchführt, können diese Fragen variieren. Der dritte Teil besteht aus einem Gespräch mit einem Psychologen, dieser Teil ist zugleich der wichtigste Teil der MPU.













