EDI und das Vertriebskonzept Pay on Scan


Bei Pay on Scan handelt es sich um ein Vertriebskonzept im Einzelhandel. Bei diesem Vertriebskonzept präsentiert der Lieferant von einem Produkt (in der Regel identisch mit dem Hersteller) auf den Verkaufsflächen eines Vertriebspartners diese Produkte dem Endkunden. Bei diesen Verkaufsflächen kann es sich um ein Warenhaus aber auch um ein Supermarkt handeln. Pay on scan funktioniert dabei so, dass sobald die Ware die Kasse passiert und der Kunde diese bezahlt hat, wird Lieferanten eine Gutschrift auf Basis des vereinbarten Verrechnungssatzes erstellt. Daher rührt auch der Name von diesem Konzept. Der Vertriebspartner trägt bei diesem Vertriebskonzept keinerlei Risiko, und zwar auch nicht was Diebstahl oder Abschrift angeht. Kapital in seine Vorräte muss der Vertriebspartner im Übrigen auch nicht binden bei Pay on scan. Das bedeutet letztlich, dass der Vertriebspartner weniger eigene Warenkompetenzen benötigt und die betreffende Warengruppe dadurch sehr gut ausbauen, bzw. aufbauen kann. Um Nachbestellungen und auch beim Saison- und Modewechsel muss sich der Vertriebspartner um nichts kümmern. Pay on scan ist aufgrund aller dieser Aspekte sehr interessant.

Pay on scan ist im Übrigen ein EDI Format. Die technischen Möglichkeiten bei EDI sind dabei aber noch vielfältiger. Es können bei EDI nämlich auch ganze Artikelstämme mit Preisinformationen und auch umfangreiche Lieferavise, wie auch weitere Daten ausgetauscht werden. Der EDI Datenaustausch wird in der Regel insbesondere zwischen größeren Partnern praktiziert. Diese verfügen nämlich über die technischen Möglichkeiten, die hierzu nötig sind.

Der Aufwand zur Einführung von EDI wird von den Partner allerdings teilweise immer noch gescheut, insbesondere wenn die beteiligten Firmen noch mit älteren Warenwirtschaftssystemen arbeiten und diese nur sehr wenig Unterstützung für derartige B2B-Szenarien bieten.