Aktiv gemanagte Fonds


Aktiv gemanagte Fonds waren lange Zeit das Maß aller Dinge, wenn es um ein breit diversifiziertes und gut strukturiertes Aktieninvestment ging. Durch die aktiven Anlageentscheidungen eines kompetenten Managementteams sollten die Investmentfonds eine bessere Performance erwirtschaften als die entsprechenden Vergleichsindizes. Aufgrund der hohen Kosten, die das Management verursacht gelang dies aber nur selten. Aktiv gemanagte Fonds kosten meist eine jährliche Verwaltungsgebühr von über einem Prozent, eine eventuelle Outperformance wird da schnell aufgefressen.

Viele Anleger fragten sich daher zu Recht, warum man den Umweg über aktiv gemanagte Fonds gehen muss und nicht direkt in den Index investieren kann. Die Antwort der Fondsindustrie heißt ETF. Mit ETFs, sogenannten exchange traded funds, können Anleger an der Wertentwicklung eines Index beinahe eins zu eins teilhaben. Das erklärte Ziel der auch als Indexfonds bezeichneten ETFs: Den Index nachbilden und eine Performance erwirtschaften, die an die des Index heranreicht. Durch diese Zielsetzung benötigen passive ETFs natürlich kein komplexes Management. Eigene Anlageentscheidungen müssen ja nicht getroffen werden. Aufgrund der einfacheren Strukturen entfallen auch die hohen Managementgebühren. Stattdessen wird eine jährliche Verwaltungsgebühr erhoben, die deutlich unterhalb dessen liegt, was bei aktiven Fonds anfallen würde.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ETFs über die Börse gekauft und verkauft werden und dadurch auch die teuren Ausgabeaufschläge entfallen, die für den Kauf der meisten aktiv gemanagten Fonds fällig würden. Aufgrund der zahlreichen Kostenvorteile verwundert es insgesamt nur wenig, dass ETFs eine bessere Wertentwicklung verzeichnen als die aktiven Produkte.

Der Verzicht auf ein aktives Management bei der Anlage in Investmentfonds bringt aber nicht nur größere Renditechancen mit sich, sondern auch ein geringeres Risiko. Die meisten Indizes sind ohnehin schon sehr breit über verschiedene Branchen diversifiziert, sodass ein aktives Management unter Diversifikationsgesichtspunkten nur wenig bewirken kann. Eventuell führt ein aktives Management auch zu einer unangebrachten Übergewichtung einer Branche, weil der Fondsmanager diese als besonders attraktiv erachtet.

Schlussbermerkung: Fonds sind eine interessante Geldanlage, die in jedes gute Portfolio hinein gehört. Zum Kauf empfiehlt sich ein Fondsvermitteler. Über Ihn besteht die Möglichkeit Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen. Auf diesem Weg lassen sich bis zu 5% des Fondsvolumens an Kosten sparen. Das sind 5% weniger die mit einer Geldanlage verdient werden müssen.