Was die Damenmode von der Herrenmode unterscheidet


Jeder Mann, der zum ersten Mal mit einer Frau zusammen lebt, wird sich darüber wundern, wie viel Platz sie für ihre Kleidung braucht. Die Unterschiede zwischen der Herr- und der Damenmode sind enorm. Während der Junggeselle bisher mit zwei Jeans, einigen T-Shirts, Unterwäsche, Pullovern und einem Anzug auskam, bringt die Frau einen riesigen Kleiderschrank mit einer unüberschaubaren Fülle von Kleidungsstücken in Stoffen jeder Form und Farbe mit.

Im Sommer trägt der Mann manchmal eine kurze Hose und Polohemden. Er hat dabei überhaupt kein Problem, die aus dem letzten Jahr noch einmal zu verwenden. „Die sind doch noch gut!“, behauptet er, wenn seine Freundin ihm vorwirft, eingelaufene und ausgewaschene Kleidung zu tragen. Sie dagegen macht sich schon im Februar darüber Gedanken, was sie im August tragen wird, wälzt Kataloge und Mode-Zeitschrift und zerbricht sich schier den Kopf darüber, ob sie lieber gemusterte oder einfarbige Blusen, einen weiten oder engen Rock tragen soll und für welche exklusive Bademode, sie sich in diesem Jahr entscheiden soll. Bis der Sommer kommt, macht sich der Mann über sie lustig, sobald es aber warm wird und sie sich in die eleganteste aller Damen verwandelt, freut er sich und sieht, dass sich die Mühe gelohnt hat.

Obwohl die Frau in keinem Jahr die Klamotten aus dem letzten Jahr noch einmal tragen würde, kann sie sich nicht von ihnen trennen. Er würde gerne ihren Kleiderschrank entrümpeln, da sie aus Mangel an Platz, ihre Sachen schon in seinen Schränken lagert, aber sobald er etwas zur Kleidersammlung bringt, kann sie sich nicht trennen. „Das ist doch so hübsch“, sagt sie, „und damit hängen so viele Erinnerungen zusammen!“

So führen die Unterschiede in der Herren- und Damenmode und vor allem im unterschiedlichen Verhältnis zur Mode zwischen Männern und Frauen immer wieder zu Konflikten.