Silikonharz – vielfältig einsatzfähig


Bindemittel werden unterschieden zwischen den organischen und den anorganischen. Zement und Kalk beispielsweise sind anorganische, welche durch Wasserbindung oder das in der Luft enthaltene Kohlendioxid erhärten. Naturstoffe, abgewandelte Naturstoffe und Kunststoffe werden zu den organischen Bindemitteln gezählt.

Pflanzliche und tierische Leime, beispielsweise Stärke und Gelatine, pflanzliche Öle wie Leinöl und Harze, zum Beispiel Schellack, sind wasserlöslich und erhärten durch Wasserverdunstung, wohingegen die Öle durch eine chemische Verharzung härten. Um eine gute Durchhärtung zu erreichen, werden ölgebundenen Anstrichfarben nahezu immer Trockenstoffe beigemischt.

Leinölfirnis, Zellulosenitrat, Zelluloseleime oder Chlorkautschuk nennt man abgewandelte Naturprodukte. Sie sind entweder wasserlöslich, in Lösemitteln gelöst oder als Dispersion wasserverdünnbar.

Als Bindemittel werden bei den meisten Farben Kunstharze eingesetzt. Sie kommen als Lösungen in einem Lösungsmittel zum Einsatz oder als Dispersionen in Wasser. Dies gilt auch für Farben auf Basis von Silikonharz.

Als Lösemittel wird Wasser eingesetzt oder eben ein Lösungsmittel. Lösungsmittel wiederum unterscheidet man nach Erdöl- oder Naturharzprodukten. Lösemittelhaltige Farben werden heute kaum noch angewendet. Die in der heutigen Zeit eingesetzten Wandfarben sind nahezu ausschließlich wasserverdünnbar.

Zum Reinigen der Arbeitswerkzeuge ist Wasser ungeeignet, hierzu benötigt man immer lösemittelhaltige Verdünnungen.
Lösemittel sind gesundheitsschädlich, auch wenn sie in Naturfarben eingebunden sind, daher sind bei ihrem Einsatz unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.