Kill-Switch, was kommt danach?


Digitale Kommunikation und Datenübertragung, Internet, Mobiltelefonie, dies alles sind Begriffe, die Millionen von Menschen vertraut sind. Kaum einer kann sich noch eine Welt ohne digitale Technik vorstellen.

 

Sicherheit für digitale Technik

Als 1957 in Kalifornien USA das erste Konzept für ein militärisches Netzwerk im Bereich Datentransfer entstand wurde der Grundstein für das uns heute bekannte Internet gelegt. Hohe Finanzierungskosten und gewaltige technische Herausforderungen sorgten dafür, dass es Jahrzehnte dauerte, bis sich das Internet weltweit durchsetzte. Anfangs von begeisterten Technikfreaks genutzt, entwickelte es sich bis heute zum Massenmedium. Internet und digitale Kommunikation sind inzwischen Eckfeiler der Wirtschaft, der Politik und der Bildung. In Millionen Privathaushalten werden wichtige Aktionen via Internet abgewickelt. Analoges Fernsehen und Radio sind kaum noch verfügbar. Wie aber würde unser Leben aussehen, wenn all diese technischen Errungenschaften von heute auf morgen nicht mehr funktionieren würden? Welche Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen, um diesen Super Gau zu verhindern?

Weltweite Pläne zu einem sogenannten Kill-Switch und deren Umsetzung würden dafür sorgen, dass vom Versicherungsbüro in Lünen bis zu den Regierungsbüros aller Staaten kaum noch reibungslose Kommunikation möglich wäre. Videokonferenzen können nicht mehr stattfinden und wichtige wirtschaftliche und politische Entscheidungen würden ausbleiben. Das abrupte Abschalten aller IT-Netze weltweit würde katastrophale haben. Die gesamte Menschheit würde binnen Sekunden in das analoge Zeitalter zurückgeworfen werden. Um dies zu verhindern, gibt es zahlreiche Pläne. Sicherheitslücken müssen täglich neu analysiert und geschlossen werden. In der Europäischen Union gibt es das sogenannte Computer Emergency Response Team, welches mithilfe eines Notfallplans für Netzstörungen im Ernstfall das Schlimmste verhindern soll.