Das Ende der bezahlten Online Rollenspiele


Die Online Rollenspiele, damals als das Internet noch jung war und die Geschwindigkeit langsam. Damals fingen diese Spiele an uns zu interessieren, in ihren Bann zu ziehen. Eins der bekanntesten ist World of Warcraft, ein Spiel welches schon zur 56k-Modem Zeit sehr viele Spieler begeistern konnte. Nicht umsonst wird World of Warcraft als DAS Online Rollenspiel, auch MMORPG (Massive Mulltiplayer Online Roleplaying Game) genannt. Und als DSL der Weg in fast jedem Haushalt gefunden hat, dann kam auch die Welle der Online Rollenspiele!
Der Reiz dieser Spiele: einen eigenen Alter-Ego zu erstellen, meistens in einer Fantasy-Welt und sich selbst mit anderen messen. Wer ist der Beste, hat die besten Reittiere, die besten Gegenstände die meisten Siege,Quests und Instanzen. Viele Entwickler erkannte die hohe Nachfrage an solchen Spielen und so kam eine Welle von Online Rollenspielen über uns: Age of Conan, Aion, Tera, Warhammer, Star Wars, DC Universe Online, Rift um nur einige der Bekanntesten zu nennen. Jedoch hatten alle eines gemeinsam: neben dem Preis für das Game an sich, musste man um das Spiel spielen zu können, monatlich eine Abo-Gebühr zahlen. Diese reichte von 10 bis 16 € pro Monat. Und das war für viele dieser Online Rollenspiele das Ende, jedenfalls vorerst. Denn die Langzeitmotivation war bei vielen nicht so gut, dass die Spiele bereit waren diesen Betrag jeden Monat zu zahlen. Eines der wenigen Spiele die immer noch an diesem System halten ist World of Warcraft, fragt sich aber nur wie lange.
Um weiterhin zu „überleben“ wechselten viele der kostenpflichtigen Online Rollenspiele zu Hybrid-Modellen. Das Spiel wurde Free2Play! Der Download des Spieles an sich kostete nichts mehr und auch das Spielen erfordert keine monatliche Abo-Gebühr. Dies brachte für den Spieler dann nur einige kleinere Einschränkungen, die er gegen kleinere Geldbeträge sich aber jederzeit freischalten kann. Somit bekammen die Spieler wieder eine größere Auswahl an Free2Play Rollenspielen, die Entwickler eine größere Gemeinde an Spieler und die Free2Play Branche einen ganz neuen Aufschwung, der bislang nicht dagewesen war!
Ein Spiel muss hier aber noch erwähnt werden, Guild Wars 2. Denn dieses Spiel ist schon seit dem ersten Teil eine Ausnahme. Dort bezahlt man einmalig für das Spiel und dann nicht mehr für einem Abonement. Ein eingebauter Item-Shop sorgt für die Finanzierung des Spiels, der Mitarbeiter und der Server und bereits der erste Teil konnte sich so über 8 Jahre am Markt halten.
Spiele wie World of Warcraft neigen sich dem Ende zu aber nur, damit wir als Spieler uns dann über eine Free2Play Version freuen können.