Leiharbeiter und Kurzarbeit


Bedingt durch die Euro- und Schuldenkrise sieht es auch bei vielen deutschen Unternehmen nicht mehr allzu gut aus. Dadurch, dass Unternehmen aus anderen Ländern keine bzw. verminderte Einkäufe in Deutschland tätigen, geht unter anderem auch die Exporttätigkeit der Unternehmen zurück. Dadurch wiederum sind Arbeitsplätze bedroht, und zwar vornehmlich die von Leiharbeitern, die man in den Unternehmen geholt hatte, als die Konjunktur noch gut war. Leiharbeiter sind Arbeitnehmer, die von Zeitarbeitsfirmen geschickt werden und im Falle von einem Abfall der Konjunktur eines Unternehmen die ersten sind, die gehen müssen, es sei denn es handelt sich um Fachkräfte. Die eigene Belegschaft wird meist von den Unternehmen noch einige Zeit gehalten, dann lieber in Kurzarbeit geschickt, weil man hofft, dass die Krise bald vorbei ist. Die Leiharbeiter werden allerdings in einer derartigen Situation nicht entlassen, sondern müssen von ihrem eigenen Arbeitgeber an anderer Stelle eingesetzt werden.
Besondere Gegebenheiten
Leiharbeiter haben im Fall von Kurzarbeit in dem Unternehmen, in dem sie eingesetzt sind, keine direkte Interessenvertretung und sind dabei ohnehin in einem zeitlich eingeschränkten Arbeitsverhältnis beschäftigt. Es waren allerdings aus dem Umfeld der Gewerkschaften schon bei Beginn der Krise Stimmen zu vernehmen, welche nach mehr Schutz und der Absicherung der Leiharbeiter bei Kurzarbeit verlangten. Allerdings gibt es im Rahmen der Leiharbeit komplizierte Begebenheiten, die es bisher noch nicht möglich machten, dass hier eine Lösung gefunden wurde. Die Leiharbeiter stürzen nach der heutigen Regelung aber meist in Hartz IV ab, wenn eine Branche schwächelt und sie nicht mehr benötigt werden, weil ihr Arbeitgeber keine weitere Arbeit für sie hat. Infos hierzu unter http://www.leiharbeiter-info.de.