Benko, Kadewe und ein dickes Geschäft


Das Kaufhaus des Westens, wohl besser bekannt unter dem Kürzel KaDeWe, ist nun Benkos Kadewe. René Benko, Immobilieninvestor und Eigentümer der Signa Holding GmbH, hat nun erneut zugeschlagen. Seit Ende Dezember 2012 geistert die Nachricht, ein Österreicher habe das Kult-Kaufhaus in Berlin und 16 Karstadt-Warenhäuser erworben, durch die Welt der Medien. Alleine für das Kadewe sollen 500 Millionen Euro bezahlt worden sein. Karstadt-Chef Nicolas Berggruen muss nun wohl seine Mietverhandlungen in Zukunft mit der Signa Holding führen.

Verkäufer ist das Vermieterkonsortium Highstreet. Als Betreiber des Kadewe gilt weiterhin Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen. Laut Medienberichten muss dieser nun mit dem neuen Eigentümer eine neue Miete aushandeln. Highstreet soll jedoch bei der Übernahme von Karstadt durch Berggruen Mietsenkungen für die Warenhäuser vereinbart haben. Die Signa ließ verlauten, dass alle Objekte „langfristig an Karstadt vermietet“ seien.

Das Kadewe, das Kaufhaus des Westens, gibt es nun schon seit einer ganzen Weile, Anno 1907 wurde es von Adolf Jandorf gegründet und eröffnet. Der Luxustempel ist in der Tauentzienstraße am Wittenbergplatz im Ortsteil Schöneberg gelegen und wird als das bekannteste Warenhaus Deutschlands angesehen. Die Geschichte des Kadewe war wechselhaft, viele Male wurde es aus- und umgebaut, etliche Male wechselte der Mutterkonzern und im Zweiten Weltkrieg brannte es sogar aus. Heute ist das Kaufhaus des Westens mit 60.000 m² Verkaufsfläche das größte Warenhaus Kontinentaleuropas. Die beliebte Feinkostabteilung gibt es nun schon seit Ende der 1920er Jahre und ist seit 1978 weltweit die zweitgrößte Lebensmittelabteilung eines Warenhauses.

Sucht man mit Hilfe von Schlagworten – wie Benko Kadewe – im Web nach News, tauchen immer noch dieselben Fakten auf, aber René Benko hat versprochen, dass er sich zu Beginn von 2013 näher dazu äußern werde. Man kann also jetzt schon gespannt sein, was der erfolgreiche Immobilieninvestor an Neuigkeiten zu enthüllen haben wird. Seit 2011 hat sich Benko diesem Projekt angenähert – gut Ding will eben Weile haben.