Benko Kadewe: Nun gehört das Kaufhaus des Westens der Signa Holding


Der Immobilieninvestor René Benko sollte inzwischen den meisten eigentlich ein Begriff sein, er ist in Deutschland im Jahre 2012 als größter Investor aufgetreten. Benko, Gründer und Eigentümer der Signa Holding GmbH, lässt immer wieder aufhorchen, wenn neue Stimmen in Bezug auf weitere Projekte und mögliche Partner lauter werden. Ende Dezember 2012 war den Medien zu entnehmen, dass er 17 Warenhäuser von Karstadt inklusive dem berühmten Kaufhaus Kadewe in Berlin gekauft haben soll. Benkos Kadewe ist übrigens nicht irgendein Warenhaus, sondern schon ein Kultobjekt in der Hauptstadt von Deutschland.

In punkto Benko Kadewe weiß man bislang recht wenig. 500 Millionen Euro soll das Kaufhaus des Westens den österreichischen Investor Benko gekostet haben. Insgesamt sollen ihm die 17 Karstadt-Warenhäuser etwa 1,12 Milliarden Euro wert gewesen sein. Auch wenn das Kadewe-Projekt nun als das größte der Signa gilt, hat das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit unglaublich viel auf die Beine gestellt. Man muss bedenken, dass es die Signa erst seit 1999 gibt und René Benko erst 35 Jahre alt ist. Zu seinen Unternehmungen zählen unter anderem mittlerweile das Kaufhaus Tyrol in Tirol, das Kunstforum und der Generali Tower in Wien und das „Goldene Quartier“, eine Nobel-Einkaufsmeile in der Tuchlauben in Wien. Die Ex-Länderbank-Zentrale Am Hof wird gerade zu einem Luxushotel umgebaut und zwei Hochhäuser auf dem Wiener Hauptbahnhof sind schon geplant. Das Immobilienunternehmen Signa ist nun der größte private Eigentümer von Immobilien in der Wiener Innenstadt.

Die Signa ist aber wie bekannt nicht nur auf österreichischem Boden tätig, sondern auch in Deutschland sehr aktiv. Nach dem Münchner Traditionskaufhaus Oberpollinger hat die Signa nun kurz vor Weihnachten 2012 auch das Berliner Luxuskaufhaus Kadewe und 16 weitere von Karstadt betriebene Warenhäuser erworben. Der frühere Chef des einstigen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, hatte zuvor die Immobilien für einen Milliardenbetrag an Highstreet verkauft, um damit das notleidende Geschäft des Kaufhauskonzerns aufzuputschen. Zum Konsortium Highstreet zählen die US-Investmentbank Goldman Sachs und auch die Deutsche Bank.