Was ist eine Geschlossene Beteiligung?


Geschlossene Beteiligungen, welche auch als unternehmerische Beteiligungen bezeichnet werden, sind Kapitalanlagen, die voralledem für längerfristig orientierte Geldgeber interesse weckend sind. Die Investition der Anlegergelder geschieht in diesem Fall in Sachwerte zum Beispiel Flugzeuge oder Immobilien, die gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten Erträge sichern.

Geschlossene Fonds im Einzelnen

Als Geschlossene Beteiligung wird eine Anlage in Beteiligungsgesellschaften bezeichnet, an welchen sich Geldgeber mit ihrem Geld beteiligen können. Die Beteiligungsgesellschaft wird in der Regel als Kommanditgesellschaft geführt, die dann das Kapital der Finanzierer in die jeweiligen Unternehmungen investiert und für deren Gewinn verantwortlich ist. Der Finanzierer selbst wird als Kommanditist involviert und trägt damit sämtliche unternehmerischen Risiken. Gleichzeitig sind die Investoren verständlicherweise am Gewinn der Gesellschaft beteiligt und erhalten hieraus Erträge, welche in der Regel pro Jahr gezahlt werden.
Eine Beteiligung an geschlossenen Fonds ist größtenteils lediglich im Laufe der der Zeichnungsphase realisierbar. Ein Vertrieb der erlangten Anteile ist weiterhin erst am Ende der Laufzeit realisierbar. Nur über den Zweitmarkt könnten Anteile verfrüht mit Abschlägen veräußert oder nicht zuletzt von erwartungsvollen Investoren erworben werden.

Das Vorgehen

Damit Anleger sich für geschlossene Beteiligungen entscheiden, sollte dieser ein eingehende Konzeption vorlegen. Wesentlich ist unter anderem, in welche Sachwerte das Kapital angelegt wird und welche Einnahmen erzielt werden. Bei Immobilienfonds zum Beispiel wird das Geld in Gewerbeimmobilien oder im gleichen Sinne in Seniorenheime angelegt, die Finanzierer erwirtschaften hieraus Mieterträge. Bei Flugzeugfonds hingegen wird ein Flugzeug gekauft, das dann an Flugunternehmen verleast werden kann. Auch Umweltbeteiligungen werden heutzutage stets vordergründiger, denn sie reichen Investoren die Chance, in Windparks, Wasserkraftanlagen oder Solarparks zu investieren und sich so direkt am Umweltschutz zu einbringen.
Einen Überblick über momentane Beteiligungen und Angebote bietet die Internetseite Fondster.de, wo sich Geldgeber tiefgehend erkundigen und die ausgewählten Fonds unmittelbar zeichnen können.

Steuerliche Aspekte

In früheren Jahren wurden Geschlossene Fonds überwiegend hinsichtlich ihrer vorteile bei den Steuern, vor allem der Abschreibungsmöglichkeiten, verwendet. Inzwischen hingegen werden diese Investitionen überwiegend zur Erzielung ansprechender Erträge und zur Sicherung des Kapitals genutzt.
Da Anleger bei geschlossenen Fonds als Unternehmer in Kraft treten, werden die Einkünfte aus diesen Vermögensklassen als „Einnahmen aus Gewerbebetrieb“ angesehen und mit einem persönlichen Steuersatz versteuert. Gleiches trifft zu, sofern der Fonds Mieteinnahmen erbringt. An diesem Punkt müssen Finanzierer ihre Erträge als „Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung“ in ihrer persönlichen Steuererklärung ansetzen und entsprechend versteuern. Eine Abgeltungssteuer dagegen fällt insgesamt nicht an.

Chancen und Gefahren

Eine geschlossene Beteiligung bietet Finanzierern ebenso Chancen wie auch Risiken. Zu den Potenzialen gehört ohne Zweifel das höhere Ertragspotential, welches im Vergleich mit alternativen Anlageformen erreicht werden kann. Sind bei Tagesgeld- oder Festgeldanlagen etwa aktuell bis zu zwei Prozent jedes Jahr erdenklich, bieten geschlossene Fonds eine Rendite von bis zu acht Prozent. Zur selben Zeit können Sachwerte oft auch dann Erträge erzielen, wenn Aktien- oder Zinsmärkte nachteilig tendieren. Schließlich ermöglichen Sachwerte sicherheit bei Inflationen, den Finanzanlagen grundsätzlich nicht bereitstellen können.
Bei diesen Vorzügen sollten Finanzierer aber obendrein die denkbaren Risiken, die bei einer Investition in geschlossenen Beteiligungen eintreffen können, nicht vergessen. Diesbezüglich zählt überwiegend das mögliche Totalverlustrisiko, denn da die Fonds als geschlossene Beteiligungen beschaffen sind, übernehmen die Geldgeber das gesamte unternehmerische Risiko. Zusätzliche nicht auszuschließende Risiken sind das Renditerisiko sowie das Währungsrisiko, sollte der Fonds in eine Fremdwährung anlegen.