Erneuerbare Energien in Portugal auf dem Vormarsch


Auch wenn Portugal zurzeit wirtschaftlich nicht gerade gut dasteht, in einer Sache ist Portugal Vorreiter, und zwar dahingehend, dass dieses Land aus der Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraft im ersten Quartal 2013 in der Lage ist bis zu 70 Prozent des Verbrauchs zu decken. In Portugal fällt der Anteil der Gewinnung von Strom mit erneuerbarer Energie aus dem Grund so positiv und so hoch aus, weil dieses Land 2012 von einer schweren Dürre heimgesucht wurde und nachdem es in diesem Winter besonders stark geregnet hatte, sind die Talsperren voll, was für eine erhöhte Stromversorgung aus Wasserkraft gesorgt hat.

Spanien

Portugal ist zudem auch ein großer Stromexporteur mit 6 Prozent des produzierten Stroms, der ins Ausland fließt. Nicht weniger schlecht sieht es in Sachen Erneuerbare Energien in Spanien aus, wo die Wasserkraft im ersten Quartal 2013 aber eine deutlich geringere Bedeutung hatte als in Portugal. Windkraft sorgt in Spanien immerhin schon zu 27 Prozent für den Strom, der benötigt wird, wobei Spanien inzwischen auch nur noch 20 Prozent des Stroms aus Atomkraft bezieht.

Deutschland

An der Atomkraft selbst wird in Spanien aber nach wie vor festgehalten, wobei ein Atommeiler sogar einen Antrag auf eine Laufzeitverlängerung stellen wird. Eigentlich hätte diese Anlage nach 40 Jahren Betrieb schon 2011 abgeschaltet werden sollen. In Deutschland indes hat man nach Fukushima von der Atomkraft Abschied genommen bzw. wird die Atomreaktoren nach und nach bis 2021 / 2022 abschalten. Noch ist in Deutschland eine Lösung aber nicht in Sicht, die dazu führen kann, dass die Atomreaktoren wirklich dauerhaft ersetzt werden können.