Hypnose anwenden!


Da ich seit nunmehr vielen Jahrzehnten im Besitze einer gültigen Fahrerlaubnis bin, genieße ich den Vorzug, mich nicht in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln herumdrängeln zu müssen, um von A nach B zu gelangen. Die Tatsache, dass ich die „Pappe“, insbesondere in meinen „Sturm –und Drangzeiten“, nicht an den Präsidenten der Verkehrsüberwachung zurückgeben musste, verdanke ich eher einer ganzen Reihe glücklicher Umstände, als einem immer durchgeführten verkehrsgerechten Verhalten. Wie auch immer.

Kürzlich musste ich aufgrund eines Besuches meines Fahrzeugs in einer Werkstatt, auf die Beförderung durch öffentliche Verkehrsmittel ausweichen. Was mir hierbei alles widerfuhr, war grauenhaft! Das begann schon bei dem Versuch, ein Ticket für meine geplante Fahrt durch unser Städtchen zu erwerben. Ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe war weit und breit nicht zu erblicken, lediglich ein Fahrkartenautomat. Nun versuchen sie mal, einen solchen ohne höhere Schulbildung zu bedienen! Nach diversen Versuchen gelang es mir, diesem Gerät ein Ticket zu entlocken, von dem ich allerdings nicht wusste, ob es mich für meine geplante Fahrstrecke auch zum Fahrtantritt berechtigt.

Zwischenzeitlich waren an mir mehrere Züge ungenutzt vorbeigefahren. Da kam mir der Gedanke, dass zur Beruhigung meines arg strapazierten Nervenkostüms, eine Hypnose jetzt ein probates Mittel wäre. Aber leider befand sich gerade auch kein Hypnosetherapeut auf dem Bahnhof. Dann kam ein Zug, von welchem ich nicht wusste, ob er mich an mein gewünschtes Ziel bringen würde. Ich bestieg diesen und sah mich kurz um. Überall sah ich zerkratzte Scheiben, aufgeschlitzte Sitze und Abfall auf dem Boden. Ich stieg gleich an der nächsten Haltestelle wieder aus. Übermorgen soll mein Auto ja wieder laufen.