Eurokrise und Abschlagsteuer


Wer heute eine Geldanlage gefunden hat, bei der er jede Menge Zinsen bekommen kann, der kann sich glücklich schätzen, denn die Eurokrise schlägt unbarmherzig um sich und macht recht viele Zinsen zunichte, die man früher hätte bekommen können. Ein Graus ist vielen Anlegern auch die Abschlagsteuer, die auf Kapitalerträge erhoben wird. Dabei hat sich seit ihrer Einführung  das Anlageverhalten der meisten Deutschen sehr stark verändert. Durch  den gleichmäßig hohen Satz von 25  Prozent, der für diese Steuer zu bezahlen ist, lohnten sich bestimmte Finanzanlagen plötzlich mehr als andere. Es kommt natürlich ganz darauf an, ob man Klein- oder Großanleger ist.

Abschlagsteuer für Kleinanleger

Es trifft vor allem die Kleinanleger, wenn deren Einkommenssteuersatz bei unter 25 Prozent liegt. Die Kleinanleger gehen daher heute Anlagen wie Aktien nicht mehr nach, weil die Steuersätze dafür rechnerisch früher niedriger gewesen waren. Diejenigen, die mehr verdienen und auch entsprechend mehr Geldanlagen durchführen können, profitieren indes mehr von diesem Steuersatz, weil sie zuvor sehr viel mehr für ihre Kapitalerträge haben zahlen müssen. Erstanleger sind allerdings immer meist noch überrascht, wenn sie das erste Mal 25 Prozent abgezogen bekommen.

Einführung Abschlagsteuer

Eingeführt wurde die Abschlagsteuer dabei schon am 01. Januar 2009, wobei Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne aus den Aktiengeschäften ab diesem Zeitpunkt mit einem pauschalen Satz von 25 Prozent versteuert werden. Hierzu kommt allerdings noch der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer für den Fall, dass man Mitglied einer Kirche ist. Dann kann schon ein beachtlicher Betrag zusammenkommen, der aber dennoch meist unter dem Einkommenssteuersatz liegt, den man sonst bezahlen müsste.