Marktfähigkeit


Ursprünglich kommt der Begriff der Marktfähigkeit aus der Finanzbranche. Er wurde dazu benutzt, um zu beschreiben, ob ein bestimmtes Wertpapier oder ein anderer handelbarer Wert am Markt regelmäßig handelbar sein würde. Dieser Begriff der Marktfähigkeit wurde dann mehr und mehr auf andere Wirtschaftszweige übertragen. Mittlerweile steht Marktfähigkeit dafür, dass es für ein bestimmtes Produkt auch entsprechend Käufer gibt. (Oder die starke Vermutung, dass es welche geben wird.)

Bevor man ein eigenes Geschäft – eine eigene Geschäftsidee startet, sollte die Marktfähigkeit der Idee begutachtet worden sein. Will man etwas verkaufen, was es schon lange auf dem Markt gibt (wie Birnen oder Äpfel) muss man nicht vorher überlegen, ob jemand dieses Produkt kaufen könnte. Hat man jedoch eine neue Geschäftsidee und ein innovatives Produkt, ist es wichtig zu klären, ob überhaupt ein Markt dafür vorhanden ist. Dazu stellt man sich die Frage, welchen Mehrnutzen das Produkt oder die Dienstleistung dem Kunden bringt.

Am besten mit diesen Fragen:
Wie helfe ich mit meinem Produkt dem Kunden ein bestimmtes Ziel zu erreichen?
Wie helfe ich mit meinem Produkt dem Kunden ein bestimmtes Bedürfnis zu erfüllen?
Wie helfe ich mit meinem Produkt dem Kunden ein bestimmtes Problem zu lösen?

Wenn das Produkt oder die Dienstleistung kein Ziel unterstützt, kein Bedürfnis erfüllt und auch kein Problem löst, ist die Marktfähigkeit sehr fragwürdig. Meistens kann aber wenigstens eine dieser Fragen beantwortet werden. Spannender ist dann die Fragen, ob der Nutzen des Produktes größer ist als der Preis des Produktes. Denn nur dann wird der Kunde auch bereit sein für das Produkt zu bezahlen. Und nur wenn für eine Ware auch gezahlt wird, kann ein Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Und nur wenn ein Unternehmen langfristig Gewinne erwirtschaftet ist es auch Marktfähig.

Da solche Marktfähigkeitsanalysen am besten von Profis durchgeführt werden, richtet man sich im Rahmen eines Businessplanes an eine fachkundige Stelle.