Vorzeitiger Samenerguss


Vorzeitiger Samenerguss – wenn Männer zu früh kommen

Glaubt man der Wissenschaft und das sollte Man(n), leiden mehr als 20 % aller Männer an vorzeitigem Samenerguss, medizinisch: Ejakulatio praecox.

Ursache hierfür können, neben psychischen Störungen auch:

– Nebenwirkungen von Medikamenten,
– Erkrankungen, wie Schilddrüsenüberfunktion,
– Erkrankung der Prostata,
– Harnwegsinfektionen,
– Diabetes, bis hin zu Tumoren sein.

Jahrzehnte lange Forschungen haben jedoch ergeben, dass die Betroffenen meist einen Mangel an dem wichtigsten Botenstoff, dem Serotonin – ursächlich für die emotionalen Prozese des Körpers, besitzen.

Wie entsteht ein Samenerguss

Sexuelle Reize, wie riechen, schmecken und berühren, aber auch optische Reize, werden durch das Hirn, Rückenmark und Nervensystem verarbeitet und lösen stimulierende oder hemmende Impulse an die Ejakulationsquelle im Rückenmark aus.
Ist eine sexuelle Erregungsschwelle erreicht, lösen die Penisnerven über das Hirn das Signal zur Entleerung aus. Der dann in der Harnröhre befindliche Samen bewirkt eine Reizung der Harnröhrenwände. Es kommt zum „Point of no return“ – der Samen kann nicht mehr willentlich aufgehalten werden. Es erfolgt das stoßweise Herausschleudern des Samens.

Bei einem vorzeitigem Samenerguss hingegen, wird der „Point of no return“ überdurchschnittlich früh – in weniger als zwei Minuten – erreicht. Ein vorzeitiger Samenerguss, Ejakulatio praecox, kann auch ohne die Empfindung eines Orgasmus vorkommen.

Was kann Man(n) tun?

Der Kontrollverlust der eigenen Ejakulation ist die häufigste sexuelle Funktionsstörung des Mannes und kann in jedem Alter auftreten. Männer sollten zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich hierbei um ein medizinisches Problem handelt und nicht um das Versagen der Männlichkeit.

Der Zusammenhang des körpereigenen Botenstoffes Serotonin mit dem vorzeitigen Samenerguss hat mehrere Therapieoptionen eröffnet. Neben einer Medikamenteneinnahme können die Partner auch gemeinsam daran arbeiten, den Ejakulationszeitpunkt hinaus zu zögern.

Hilfreich ist hierbei u.a. die:

Stopp-Start-Methode – Kurz vor dem Höhepunkt wird ein STOP eingelegt, bevor die Erregungsphase neu beginnt.