Zeit nutzen zur Weiterbildung


Gestern hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer jungen Mutter.

Sie ist zur Zeit in Mutterschutz und wartet darauf, dass sie in 12 Monaten wieder arbeiten kann.

Es war ein sehr freundschaftliches Gespräch, in dessen Verlauf sie mir erzählte, was sie sich für die Zukunft alles vorgenommen hat.

Sie möchte sich nach Beendigung des Mutterschutzes gerne ein Praktikum machen, da sie auch vor der Geburt ihres Sohnes schon seit Jahren nicht in ihrem Beruf gearbeitet hat. Dann möchte sie sich gerne auch um einen Betreuungsplatz für ihren Sohnemann bemühen.

Ich war entsetzt.

Sie war tatsächlich der Annahme, dass man das dann, wenn der Mutterschutz vorbei ist, mal so eben alles klären kann.

Ich habe ihr da leider einige Träume zum platzen bringen müssen.

Ich erklärte ihr, dass niemand auf eine allein erziehende Mutter zukommt und ihr Hilfe anbietet, wenn sie sich nicht selber kümmert. Denn es hat ausser ihr selber überhaupt keiner Interesse daran, dass sie wieder wirtschaftlich unabhängig wird.

Mein Rat war, dass sie sich jetzt, und nicht morgen oder übermorgen, nein jetzt, darüber im klaren weden muss, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt.

Danach müsse sich sich umgehend an alle Stellen wenden. Sie muss die Zeit, die sie nun hat sinnvoll nutzen. Warten macht hier nicht nur keinen sinn, es schadet sogar.

Sie muss sich also ab sofort um einen Betreuengsplatz für den Sohnemann kümmern.

Denn Kinderbetreungsplätze sind nicht wirklich für jedes bedürftige Kind vorhanden. Und viele Einrichtungen bieten und wünschen eine Eingewöhnung von mehreren Wochen, wo das kind zunächst nur stundenweise in der Einrichtung ist. Das bietet dann gleich mehrere Vorteile für die Mutter.  Sie kann in dieser Zeit erledigungen machen, sich bei Firmen ins Gespräch bringen und evtl. wichtige Telefonate führen.  Und dem Kind fällt es dann später, wo es drauf ankommt nicht ganz so schwer.

Und wenn sie im nächsten Jahr wieder in ihrem Beruf arbeiten will, dann muss sie jetzt und nicht irgendwann Kontakte herstellen. Auch Praktikas sind nicht kurzfristig zu machen. Wiedereingliederungen und Weiter- oder Fortbildungen bedürfen ebenfalls einer gewissen Vorlaufzeit.

Ich hab ihr geraten, sich mit dem Arbeitsamt und mit der Rentenversicherung in Verbindung zu setzen und ganz gezielht nach einer Weiterbildung zu fragen.

Sie muss sich jetzt darum kümmern, nicht irgendwann.

Sie muss einfach nur die Zeit nutzen.

 

Mehr dazu gibts auf www.aufnpunkt.com