Gaisburger Marsch, Zwiebelkuchen und Spätzle -typisch schwäbisch


Mitten in Schwaben liegt die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart mit ihren ca. 610.000 Einwohnern. Die Schwaben sind ja bekannt für ihre Knausrigkeit und ihre Sparsamkeit, was sich auch auf die regionale Küche auswirkt – man liebt hier das Einfache und nutzt aus diesem Grund auch die verschiedenen regionalen Lebensmittel. Zu den regionalen Spezialitäten zählen außer der Spätzle und dem Zwiebelkuchen auch die Gaisburger Marsch.

Zubereitung

Hierbei handelt es sich um Kartoffelschnitze bzw. Spätzle, die zu einem Eintopfgericht verarbeitet wurden, das man auch Böckinger Feldgeschrei nennt. Für die  Zubereitung wird eine kräftige Rinderbrühe mit Ochsenfleisch und Suppengrün zubereitet und das Fleisch in Würfel geschnitten, mit gekochten Kartoffeln und mit Spätzle auf einem Teller angerichtet. Die gekochte heiße Brühe wird darüber gegossen, mit in Butter goldbraun gebratenen Zwiebeln und mit gehackter Petersilie auf einem Teller serviert. Zu diesem Gericht gibt es natürlich auch einen geschichtlichen Hintergrund bzw. eine Entwicklungsgeschichte.

Geschichte zur Namensgebung

Und zwar kommt die Bezeichnung Gaisburger Marsch für dieses Gericht daher, dass im 19. Jahrhundert Stuttgarter Offiziersanwärter eine große Vorliebe für einen kräftigen Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln hatten, der in der im nahen Gaisburg befindlichen Gaststätte „Bäckerschmide“ hergerichtet und serviert wurde. Da die damaligen Offiziersanwärter mussten dabei von der Berger Kaserne aus ins Wirtshaus eine militärische Marschordnung einhalten, was schließlich zu dieser Namensgebung führte.  Ein Promi, der gerne Gaisburger Marsch verspeist, ist der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler, der dieses Gericht 2004 bei seinem Amtsantritt als „Mahl der Demokratie“ servieren ließ. Dies kann man natürlich auch servieren, wenn man in Stuttgart Singles treffen möchte, die gerne mit einem kochen.