Detekteien: Rückbesinnung auf klassische Ermittlungsmethoden


Es klingt schon fast nach einem Roman. „Rückbesinnung“? Und das in der heutigen Zeit? Und noch dazu bei diesem Thema?

Die Überwachung von Personen und Fahrzeugen ist – das berichtigte Interesse im Einzelfall vorausgesetzt – ein legitimes und notwendiges Mittel in der Wirtschaft zur Gefahrenabwehr und zur Aufklärung doloser oder wirtschaftskrimineller Handlungen.

Verschiedene Datenschutz-Skandale großer deutscher Konzerne haben in den letzten Jahren das Bewusstsein nach Regel- und Gesetzeskonformität geschärft. In Unternehmen steht der Aufbau von Compliance Management Systemen hoch im Kurs. In solche Systeme investieren nicht nur DAX-Konzerne sondern auch Unternehmen aus dem Mittelstand und der Zulieferindustrie. Es sind präventive Maßnahmen die hier zum Tragen kommen, Prävention um das Reputationsrisiko des eigenen Unternehmens so gering wie möglich zu halten.

Die Reputation eines Unternehmens oder des Markenimage ist stets dann gefährdet, wenn Mitarbeiter oder Dienstleister gegen ethische oder gesetzliche Vorschriften verstoßen. Werden dabei auch noch Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern verletzt, dann ist einer Skandalisierung durch Medien freier Raum gegeben.

Bei allem technischen Fortschritt ist eine Rückbesinnung auf klassische Methoden heute wichtiger denn je. Denn nicht alles was technisch möglich ist, ist vom Gesetzgeber erlaubt ; und nicht alles was das Gesetz erlaubt wird von der Gesellschaft heute noch akzeptiert.

Besonders wenn es um die Aufklärung von Wirtschaftskriminalität geht, müssen beauftragte Detekteien, Wirtschaftsdetekteien und Privatermittler sich strikt an zulässige Ermittlungsmethoden halten. Nur so  ist es möglich, innerhalb der Gesellschaft Akzeptanz für diese Themengebiete zu gewinnen. „Null Toleranz“ –  so heißt heute die Devise in vielen Unternehmen; und „Null Toleranz“ sollte auch die Devise für seriös arbeitende Privatermittler, Wirtschaftsdetekteien und Privatdetektive lauten, wenn es um die Gesetzes- und Regelkonformität geht.

Dies gilt insbesondere wenn es um das Thema Personen- und Fahrzeugüberwachung geht. Denn Observationen mit Einsatz von GPS-Ortungstechnik verstößt nach der Rechtsauffassung verschiedener deutscher Gerichte gegen geltendes Datenschutzrecht.