Schlosserei Weimer Ramstein


Für klein- oder mittelständische Betriebe, die Metallbauarbeiten erledigen, ist die alltagssprachliche Bezeichnung Schlosserei.

Je nach Aufgabengebiet waren im Handwerk (bis 1989) und in der Industrie (bis 1987) der Schlosserberuf und die damit fachlich zugehörenden Unternehmen und Firmenabteilungen in diverse Berufszweige unterteilt.

Auch heute noch versteht man unter einer Schlosserei die Betriebe des Handwerks, speziell im Baugewerbe, die oft kleinteilige Bedarfsfertigungen durchführen.

Nach den Berufsgruppen unterteilt, waren die Fachgebiete:
Bauschlosser: Stahlbauteile im Baugewerbe, etwa Geländer, Stege, kleinere Treppen, Tore, Türen
Kunstschmied und Kunstschlosser: Metallgestaltung meist im Baugewerbe, beispielsweise kunstvoll gestaltete Gitter, Zäune, Tore
Kfz-Schlosser: allgemeine Beschäftigung im Nutzfahrzeugbau, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, Herstellung von Fahrzeugaufbauten

Nur schwer voneinander abgrenzen lassen sich die Tätigkeiten der Bauschlosser und der Metallgestalter. Gemäß DIN 18360 wurde deswegen die Sparte der Schlosserarbeiten mit den Schmiedearbeiten zum Metallbau bei der Reorganisation des Handwerks zusammengefasst.

Der Schlosserberuf, häufig als eigene Fertigungs- und Montageabteilung, war auch in der Industrie von Bedeutung. In der Industrie unterschied man bis 1987 zusätzlich den
Betriebsschlosser: Wartung, Reparatur und Instandsetzung von Maschinen- und Anlagenteilen eines anfertigenden oder verarbeitenden Betriebs
Maschinenschlosser: Bau, Wartung, Reparatur und Instandsetzung von Maschinen- und Anlagenteilen im Maschinenbau
Stahlbauschlosser: Fertigung und Zusammenbau von Stahltragwerke, Stahltreppen, Stahlbrücken und vergleichbare tragende Konstruktionen, aber oft auch im Apparatebau, beispielsweise bei Fertigung von Druckbehältern, in Teamarbeit mit dem Rohrschlosser und Anlagenmechanikern
Blechschlosser: Blechverarbeitung im weitesten Sinne, Umformen von Blechen mit z. B. Abkantpressen, Zuschnitte von Blechen mit Scheren oder thermischen Trennverfahren, Fabrikation komplexer Blechkonstruktionen wie zum Beispiel Ummantelungen oder Kanäle
Rohrschlosser: Umgangssprachlich wurde der Stahlrohrleitungsbauer vielmals als Rohrschlosser tituliert. In der Industrie und vor allem im Tiefbau ist der Rohrleitungsbauer in diesen Tagen noch als Ausbildungsberuf gegenwärtig. Der Rohrleitungsbauer fertigt und montiert Druckrohrleitungen.

Im Handwerk wurde der Bauschlosser zum Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik, der Kfz-Schlosser zum Metallbauer Fachgebiet Nutzfahrzeugbau und der Kunstschmied/Kunstschlosser zum Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung. In der Industrie wurden Maschinen- und Betriebsschlosser zum Industriemechaniker, der Bauschlosser und der Stahlbauer zum Konstruktionsmechaniker.