Wichtige chronische Krankheiten


Im 19. Jahrhundert waren Infektionskrankheiten die Todesursache Nummer 1. Im 20. Jahrhundert haben Infektionskrankheiten dank des medizinischen Fortschritts ihren großen Schrecken verloren. Im 21. Jahrhundert sind es nun vor allem die chronischen Krankheiten, die die Menschen vor erhebliche Probleme stellen. Im folgenden Artikel werden wichtige chronische Krankheiten vorgestellt.

Arteriosklerose

Die Arteriosklerose wird in der Umgangssprache oft als Arterienverkalkung bezeichnet. Arteriosklerose entsteht, wenn sich Bluttfette, Blutverklumpungen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden der Arterien ablagern. Durch die Ablagerungen kommt es zu einer Verdickung und Verhärtung der Gefäßwände, so dass deren Elastizität verlorengeht. Die Verengung der Arterien führt im weiteren Verlauf der Krankheit meist zu weiteren schweren Erkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina Pectoris. Durch einen gesunden Lebenswandel kann der Entstehung von Arteriosklerose vorgebeugt werden. Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten gelten dabei als essentiell.

Depression

Bei der Depression handelt es sich um eine psychische Störung, die durch eine andauernde Niedergeschlagenheit charakterisiert ist. Betroffene leiden je nach Ausprägung an Gefühlen von innerer Leere, Sinnlosigkeit, Minderwertigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Hilflosigkeit. Nicht selten verlieren Depressive die Fähigkeit, Freude oder Trauer zu empfinden. Depressionen verursachen neben den psychischen auch körperliche Symptome. Viele Betroffene berichten über Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, Schlafprobleme oder psychosomatische Schmerzen. Die Behandlung erfolgt heute hauptsächlich unter Hilfe von Antidepressiva und Psychotherapien.

Fibromyalgie-Syndrom

Das Fibromyalgie-Syndrom bezeichnet eine chronische Schmerzkrankheit, deren Hauptsymptom in ihrer Stärke wechselhafte Schmerzen in den verschiedensten Körperregionen ist. Betroffen sind dabei hauptsächlich die Muskel- und Gelenkpartien. Fibromyalgie-Patienten klagen zudem meist über Konzentrationsschwierigkeiten, andauernde Müdigkeit und Schlafprobleme. Die Diagnose des Fibromyalgie-Syndroms ist relativ komplex, da die Ursachen bisher weitesgehend ungeklärt sind und Untersuchungen meist nicht eindeutig sind. Bei der Therapie steht vor allem eine Linderung der Symptome und die Erhaltung der Funktionsfähigkeit im Alltag im Vordergrund. Eine Möglichkeit zur Heilung ist bisher noch nicht bekannt.