Schweißzeit


Endlich steigen die Temperaturen wieder und mit ihnen auch ein längst vergessenes Gefühl. Das des Schwitzens! Doch was für die Einen eine Begleiterscheinung wärmerer Jahreszeiten ist, kann für Andere ein tägliches jahreszeitenunabhängiges Ärgernis sein. Ca. 1 Millionen Deutsche leiden unter massivem Schwitzen, im medizinischen Fachjargon als Hyperhidrose bezeichnet. Betroffene schwitzen nahezu unabhängig von Tages, Temperatur- oder Jahreszeit. Neuste Methode zur Therapie von Achselschweiß ist eine Laserbehandlung, die sicher und effektiv zum trockenen Sommergefühl verhilft. Weitere Möglichkeiten sind Iontophorese, Botulinum oder chirurgische Eingriffe. Im Folgenden verraten wir Ihnen, was hinter den einzelnen Behandlungsverfahren steckt und für wen welches geeignet ist.

Warum schwitzen wir überhaupt?
Schwitzen ist eine natürliche Funktion des Körpers, durch dass er die Körpertemperatur reguliert und die Haut und das Innere abkühlen lässt. Wie viel Jemand schwitzt ist individuell und richtet sich nach der körperlichen Betätigung, der Temperatur und dem Geschlecht. Doch übermäßiges Schwitzen kann auch auf eine Erkrankung zurückzuführen sein. Betroffene schwitzen auch unabhängig von Tages-, Temperatur- oder Jahreszeit. Ursächlich dafür kann eine Überfunktion des symphatischen Nervensystems sein, welches die Funktion des Schwitzens steuert.

Gibt es bei solch einer Hyperhidrose unterschiedliche Erkrankungsgrade?
In der Medizin werden verschiedene Hyperhidrose-Formen unterschieden. So kann der ganze Körper von einer übermäßigen Schweißproduktion betroffen sein. In diesem Fall spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose. Anders ist es bei einer lokale Hyperhidrose, bei der nur bestimmte Bereiche des Körpers, wie Achselhöhle, Hände oder Füße betroffen sind. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Erkrankungsursache, wobei man zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose unterscheidet. Letzteres liegt vor, wenn das übermäßige Schwitzen als Folge von anderen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Schilddrüsenerkrankung oder eines Tumors aufgetreten ist. Eine primäre Hyperhidrose ist nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen.

Wie erfolgt die Diagnosestellung?
Ein klares Symptom einer Hyperhidrose ist das übermäßige starke Schwitzen an Körperarealen, wie Händen, Füßen und Achseln. Der Arzt sollte in diesem Fall bei dem Patienten eine Gravimetrie oder einen Jod-Stärke-Test durchführen. Bei einer Gravimetrie wird die Schweißbildung auf einem saugfähigen Filterpapier nachgewiesen. Anders bei dem Jod-Stärke-Test, bei dem potentiell betroffene Körperareale mit einer Jodlösung eingepinselt und dann mit Stärkepulver bestreut werden. Bereiche die von der Hyperhidrose betroffen sind, färben sich braun.

Kann man eine Hyperhidrose heilen? Welche Therapieoptionen gibt es?
Eine Hyperhidrose lässt sich behandeln. Mittlerweile gibt es verschiedene Ansätze eine Hyperhidrose zu therapieren. Der Erfolg der einzelnen Behandlung ist jedoch individuell abhängig und richtet sich nach der Erkrankungsschwere und der gewählten Therapie. Die Therapie sollte sich nach dem jeweiligen Erkrankungstypus richten.

Therapieoptionen:
Antitranspirantien
Unter Antitranspirantien versteht man Substanzen, die bei Auftragen auf die Haut ein Verschließen der Drüsenausführungsgänge bewirken. Die Schweißbildung lässt sich so unterdrücken. Aluminiumchlorid ist das gängigste Antitranspirant. Am besten wird es abends vor dem Schlafengehen auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. Jedoch sollte man darauf achten, dass die empfohlene Menge nicht überschritten wird, da es sonst hautreizend wirken kann. In den ersten beiden Wochen sollten es täglich auf die betroffenen Hautareale aufgetragen werden. In den folgenden zwei Monate reicht eine Anwendung von zwei-, bis dreimal die Woche. Um die genaue Dosierungsmenge abzusprechen, empfiehlt sich beim Kauf von Aluminiumchlorid ein Beratungsgespräch mit dem Apotheker.

Iontophorese
Bei der Iontophorese wird die Schweißdrüsenaktivität durch einen Stromfluss herabgesetzt. Für die Heimanwendung benötigt man jedoch ein spezielles Iontophoresegerät sowie eine Wanne. Leihhäuser für medizinische Fachartikel verleihen diese Artikel in der Regel. Eine Alternative zur Heimanwendung bietet die ambulante Therapie bei dem betreuenden Arzt. Eine Iontophorese-Behandlung im Fuß-, Hand- oder Achselbereich ist weitestgehend unkompliziert. Anders ist es, wenn Rumpf und Rückenbereich betroffen sind, für deren Therapien spezielle Wannen benötigt werden. Auch diese Methode sollte für mindestens zwei Monate angewendet werden.

Botulinum
Einen anderen Ansatz bietet die Therapie mit Botulinum. Frau Dr. Del Bello, Fachärztin für Chirurgie: „Wird Botulinum in der Hyperhidrose-Therapie eingesetzt, spritzt man dieses an den jeweils betroffenen Stellen mittels Mikroinjektion unter die Haut. Der Effekt: die Nervenleitung wird blockiert, wodurch der Reiz zu Schwitzen nicht auf die Schweißdrüsen übertragen werden kann. Bisher konnten mit Botulinum in der Hyperhidrose-Therapie gute Erfolge erreicht werden. Ein großer Vorteil dieser Anwendung ist sicher, dass auf diese Weise gezielt Nervenimpulse gestoppt werden können ohne dafür eine Operation durchführen zu müssen. Entscheidet man sich für diese Therapieform, sollte einem jedoch bewusst sein, dass die Wirkung des Botulinum nach mehreren Monaten nachlässt. Um einen langfristigen Erfolg zu erzielen, muss also regelmäßig nachgespritzt werden.“

Chirurgische Eingriffe
Exzision
Bei der Exzision werden die Schweißdrüsen komplett entfernt. Dies kann jedoch nur durch das Abnehmen des Hautareals in dem die betroffenen Schweißdrüsen sitzen, erfolgen. Die Exzision ist ein größerer Eingriff und sollte deshalb nur angewendet werden, wenn sich bisher keine anderen Alternativen als wirksam erwiesen haben. So wird das Verfahren, aus diesem Grund, auch nicht mehr häufig angewendet.

Absaugung der Schweißdrüsen
Ein minimal-invasives Verfahren ist das Absaugen der Schweißdrüsen im Achselbereich. Dabei führt man durch kleine Hautschnitte dünne Kanülen unter der Haut ein. Von innen werden dann die dort ansässigen Schweißdrüsen abgesaugt. Das Verfahren ist zwar nur gering belastend und unter örtlicher Betäubung nicht sehr schmerzhaft, jedoch um erfolgreich zu sein und langanhaltende Ergebnisse zu erzielen, muss der Arzt relativ aggressiv absaugen, dabei können unangenehme Begleiterscheinungen wie Verhärtungen und Absterben von Hautarealen (s.g. Nekrosen) auftreten.

Nervenblockade
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, wird eine Hyperhidrose durch die Hyperaktivität der Sympathikusnerven ausgelöst. Bei einer Nervenblockade werden durch einen operativen Eingriff die Nerven durchtrennt, abgekappt oder teilweise entfernt. Bisherige Nervenimpulse können so nicht weiter übertragen werden. Das Blockieren und Abtrennen der verantwortlichen Nerven kann eine geeignete Therapieoption sein, wenn der Betroffene stark unter Hyperhidrose an verschiedenen Körperstellen leidet und bisherige, sanftere Therapiemaßnahmen nicht zu gewünschten Erfolgen geführt haben. Man sollte sich jedoch darüber bewusst sein, dass es nach der Behandlung zu kompensatorischem Schwitzen an anderen Körperstellen kommen kann. Ein ausgiebiges Gespräch mit dem behandelnden Arzt über alle Risiken und Ablauf der Behandlung ist zu empfehlen.

Laser
Der Einsatz von Lasern in der Therapie der Hyperhidrose ist noch ein recht neues Verfahren. Im Vergleich zum Absaugen der Schweißdrüsen ist die Lasertherapie ein minimal-invasiverer Eingriff. Die Lasertherapie kommt dabei im Bereich der Achseln zum Einsatz. Der Laser wird oberflächlich unter die Haut geführt, wo er dann auf die untere Seite der Haut gerichtet wird. Durch die abgegebene Energie wird das Gewebe erhitzt. Dies führt zur Abtötung der Schweißdrüsen, die anschließend vom Körper abgebaut werden . Die Vorteile einer solchen Therapie kennt Frau Prof. Dr. –medic A. Fratila, ärztliche Direktorin der Jungbrunnen-Klinik Bonn, bestens: „Eine Lasertherapie ist anders als andere Verfahren, wie beispielsweise das Absaugen der Schweißdrüsen, nicht nur schonender, sondern es sind auch geringere Nebenwirkungen zu erwarten. Studien aus den USA zu dem neuen Laserverfahren zeigen sogar eine deutlich höhere Wirksamkeit des Nd:YAG Laser: Bei einer Behandlung mit dem Laserverfahren Cellulaze konnte eine Reduktion des Achselschweißes von bis zu 96 Prozent erzielt werden . Vergleichende Testergebnisse einer Behandlung durch Saugkürettage wiesen eine Reduktion von 23,8 Prozent oder bei der Exzision von 52,3 Prozent auf . Das Besondere an diesem Laserverfahren besteht darin, dass der Cellulaze-Laser mit einer speziellen Wellenlänge arbeitet und dadurch eine hohe Absorption im Wasser hat. Durch die spezielle Form der Faser (Side Laze 800) wird die Energie zielgerichteter auf die betroffenen Areale gelenkt und somit wird umliegendes Gewebe nicht in Mitleidenschaft gezogen2, wodurch der Therapieerfolg rasant ansteigt.
Auch in Deutschland kommt der Cellulaze in der Hyperhidrose-Therapie zunehmend zum Einsatz.“

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