10 Punkte, die beim Abschluss einer Risikolebensversicherung zu beachten sind


Mit einer Risikolebensversicherung sichert man seine Angehörigen für den Fall, dass man innerhalb eines gewissen Zeitraumes stirbt finanziell ab. In der Regel ist eine Risikolebensversicherung nicht sehr teuer, aber längerfristig angelegt, so lohnt sich ein gründlicher Vergleich im Vorfeld. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

  • Testergebnisse

Stiftung Warentest hat im April 2013 die beliebtesten Anbietern von Risikolebensversicherungen getestet (Ergebnisse s. risikolebensversicherungen-test.de). In jedem Fall sollte man sich persönlich und unabhängig beraten lassen und sich die Tarife der Testsieger notieren. Laut Finanztest ist die Spanne zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter recht weit auseinander. Mit Hilfe eines kostenlosen Online-Tests kann man für die individuelle Situation einen Beitrag kalkulieren.

  • Versicherungszeitraum

Wer z. B. ein Haus abbezahlt, sollte die Risikolebensversicherung auf jeden Fall so lange laufen lassen, wie die Schulden noch existieren. Wer Kinder hat, möchte diese natürlich so lange absichern, wie sie wirtschaftlich noch abhängig sind. Als Rentner benötigt man keine Risikolebensversicherung mehr.

  • Versicherungssumme

Die Versicherungssumme sollte ausreichend hoch sein, um zukünftige Anforderungen bezahlen zu können. Besonders ein Auslandsstudium der Kinder kann sehr teuer werden. Als Richtgröße wird oft die 3-5-fache Summe des Jahreseinkommens genannt.

  • Versicherungsnehmer

Normaler Weise ist der Versicherungsnehmer auch die versicherte Person (bei deren Todesfall es zur Auszahlung der Versicherungssumme kommt). Steuerlich kann es sinnvoll sein, sich „über Kreuz“ zu versichern, d. h. beide Partner sichern jeweils den Tod der anderen Person ab. Wer Kinder oder Ehepartner absichern möchte hat i.d.R. Hohe Freibeträge im Auszahlungsfall (Erbschaftssteuer). Es gibt auch die Möglichkeit einer „verbundenen Risikolebensversicherung“ (schwierig im Scheidungsfall).

  • Alter

Zielgruppe für Risikolebensversicherungen sind im Groben Menschen zwischen 20 und 50 Jahren. Im Kern Personen, die eine Familie gründen oder geschäftlich verbunden sind. Je jünger man einsteigt, desto günstiger sind die Beiträge!

  • Rauchverhalten

Raucher zahlen mehr als doppelt so hohe Beiträge wie Nichtraucher. Sollte sich das Rauchverhalten ändern, so muss man das bei einigen Versicherungen mitteilen. Als Raucher kann man auch vereinbaren, niedrigere Beiträge zu zahlen, sollte man das Rauchern aufgeben. Gelegenheitsraucher zählen auch zu den Rauchern. Falschangaben gefährden im Ernstfall die Vollständigkeit der Auszahlungssumme.

  • Freizeit und Beruf

Taucher, Dachdecker etc. zahlen höhere Beiträge als unsportliche Büroarbeiter.

  • Gesundheitsfragen

Bis zu einer gewissen Versicherungssumme muss man keine ärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen, sondern man muss nur einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und seinen Hausarzt angeben. Auch Medikamenteneinnahme und Krankenhausaufenthalte müssen angegeben werden (http://www.du-bist-autor.de/Risikolebensversicherungen-auf-dem-Pruefstand-5592)

  • Nachversicherungsmöglichkeit

In jungen Jahren hat man für gewöhnlich noch nicht so viel Geld zur Verfügung, man möchte jedoch auch nicht auf den Schutz einer Risikolebensversicherung verzichten. Dann ist es ratsam, zunächst eine geringere Versicherungssumme zu vereinbaren. Normaler Weise kann die Versicherungssumme (und damit die Beiträge) nicht einfach ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden. Man kann jedoch darauf achten, einen Tarif mit Nachversicherungsgarantie zu vereinbaren. Bei besonderen Ereignissen (z. B. Geburt eines Kindes) kann man dann unbürokratisch die Summe erhöhen.

  • Überschussbeteiligung

Die Überschüsse, die die Versicherungsgesellschaften erwirtschaften werden Teilweise an die Versicherungsnehmer wieder ausgeschüttet. Dies geschieht entweder, indem die Versicherungssumme im Auszahlungsfall erhöht wird, oder die Überschüsse werden direkt in die Beiträge einkalkuliert, so dass diese noch günstiger sind. Jedoch kann dann auch ein Brief ins Haus flattern, dass die Beiträge steigen, da nicht genug Überschüsse erwirtschaftet wurden…