So sorgen Eltern richtig vor – Invaliditätsversicherung für Kinder


Viele Eltern denken leider nicht oder zu spät daran, dass ihre Kinder aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit behindert werden können und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen sind. Um in diesem Falle keine finanzielle Probleme zu bekommen, wäre es sehr wichtig, rechtzeitig an den Abschluss einer Invaliditätsversicherung zu denken. Eine Invaliditätsversicherung für Kinder ist zwar etwas teurer als eine Unfallversicherung, lohnt sich aber umso mehr. Sie zahlt auch dann, wenn die Behinderung aufgrund einer schweren Krankheit zustande kommt, was bei einer Unfallversicherung nicht gegeben ist. Statistisch gesehen machen Unfälle nur rund 0,45% der Fälle aus, die später zu einer Invalidität der Kinder führen.

Invaliditätsversicherungen vergleichen
Viele Invaliditätsversicherungen können bereits sehr frühzeitig abgeschlossen werden. Bei einigen Versicherungsgesellschaften ist dies ab der 6. Lebenswoche des Kindes möglich. Vor der Unterzeichnung des Versicherungsvertrages wäre es sehr wichtig, auf eventuelle Leistungsausschlüsse zu achten. Oftmals zahlen die Invaliditätsversicherungen kein Geld, wenn die Behinderung des Kindes aufgrund einer Persönlichkeitsstörung, einer Neurose oder einer anderen psychischen Erkrankung zustande gekommen ist.
Um hier entsprechende Klarheit zu erhalten, sollte ein Vergleich verschiedener Invaliditätsversicherungen durchgeführt werden. Außerdem wäre es sehr wichtig, auf die Preise und die Leistungsumfänge zu achten. Bei der Unterzeichnung des Versicherungsvertrages müssen alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Werden bestimmte Vorerkrankungen des Kindes verschwiegen, kann die Versicherung im Ernstfall die Leistungen verweigern.

Rente oder Einmalzahlung
Beim Abschluss einer Invaliditätsversicherung können die Eltern in der Regel selbst wählen, ob das Kind eine monatliche Rente oder eine Einmalzahlung erhalten soll. Die Zahlung einer Rente hat eine ganze Reihe von Vorteilen. Sie wird nicht nur lebenslang gewährt, sondern ist mit 1.000 Euro auch so hoch, dass die Eltern fast alle zusätzlichen Kosten bestreiten können, die durch die Behinderung des Kindes entstehen. Sollte es dem Kind wieder deutlich besser gehen, kann die Zahlung der Rente eingestellt werden. Eine Einmalzahlung, die nach dem Eintreten der Invalidität an die Eltern ausgezahlt wurde, muss hingegen nicht zurückgezahlt werden.
Invaliditätsversicherungen mit monatlicher Rentenzahlung kosten zwischen 300 und 500 Euro pro Jahr, Versicherungen mit Einmalzahlung sind in der Regel deutlich preiswerter. Die Auszahlung der vereinbarten Invaliditätsleistung erfolgt immer dann, wenn das zuständige Versorgungsamt bei dem Kind eine mindestens 50-prozentige Invalidität festgestellt hat.