Ankauf von Tonerkartuschen – Warum gibt es solche Angebote?


Warum der Tonerkartuschen Ankauf Sinn macht, offenbart sich, wenn man einen Blick darauf wirft, aus welchen Materialien eine Tonerkartusche besteht. Der Kunststoff der Gehäuse und auch der eigentliche Behälter für das Tonerpulver werden aus Erdöl hergestellt. Um den Kunststoff für einen einzigen Toner zu gewinnen, müssen bis zu vier Liter Erdöl verarbeitet werden. Die Vorräte für Erdöl schwinden zusehends, was mit einer erheblichen Steigerung der Preise für den Bezug dieses Rohstoffs verbunden ist. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Edelmetallen. In den Tonercartridges sind beispielsweise Gold und Platin enthalten. Beide ebenfalls sehr rar werdenden Rohstoffe finden sich in den elektronischen Bauteilen sowie in den immer häufiger verwendeten Sicherungschips, mit denen die Verwendung von Cartridges von alternativen Herstellern verhindert werden soll. Die Handelspreise für Edelmetalle sind vor allem während und nach der globalen Finanzkrise 2008 kräftig in die Höhe geschnellt.

Was geschieht mit den angekauften Tonerkartuschen?

Bei den Angeboten Tonerkartuschen Ankauf handelt es sich um spezielle Sammelsysteme, die gewerblich betrieben werden. Sie versorgen die Wiederaufbereiter in aller Welt, die leider mit gesetzlichen Beschränkungen leben müssen. So dürfen beispielsweise Aufbereiter in den USA nur benutzte Tonerkartuschen aufkaufen, die als Neukartuschen auch in den USA verkauft worden sind. In Europa ist die Gesetzgebung noch etwas liberaler, obwohl es auch hier bereits erste gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen den Druckerproduzenten und den Recyclern gibt, die ähnliche Beschränkungen zum Ziel haben.

Die angekauften Tonerkartuschen können auf zwei Wegen aufbereitet werden. Dabei handelt es sich einerseits um Refill-Toner und andererseits um Rebuilt-Toner. Von Refill-Toner wird dann gesprochen, wenn die benutzten Kartuschen lediglich gereinigt und mit neuem Tonerpulver befüllt worden sind. Wird eine Tonerkartusche beim erneuten Verkauf als Rebuilt-Toner deklariert, wurde sie zwar auch aus gebrauchten Bauteilen hergestellt, aber im Unterschied zum Refill-Toner werden beim Rebuilt-Toner die entleerten Kartuschen bis in die einzelnen Bauteile zerlegt. In Rebuilt-Toner sind in der Regel einzelne Neuteile enthalten. Sie ersetzen Verschleißteile. Daraus ergeben sich erhebliche qualitative Unterschiede. Rebuilt-Toner bietet eine bessere Druckqualität und gilt als deutlich zuverlässiger als Refill-Toner.

Welche Zukunft hat der Tonerkartuschen Ankauf?

Für den Nutzer hat die Rückgabe der Leerkartuschen in Sammelsysteme den Vorteil, dass es meistens einen kleinen Bonus auf die Nachbestellung gibt. Für Großverbraucher wird inzwischen sogar schon die Abholung bzw. ein spezieller Versandservice durch die Betreiber der Sammelsysteme angeboten. Die Wiederaufbereitung von Tonerkartuschen liegt voll im Trend, weil damit Umweltentlastungen bewirkt werden können. Sie ergeben sich aus den Einsparungen bei den benötigten Rohstoffen und aus dem Vergleich des Energiebedarfs bei der Aufbereitung und der Neuherstellung. Selbst einige Hersteller von Laserdruckern betreiben inzwischen derartige Sammelsysteme und bieten selbst Refill-Toner und Rebuilt-Toner an. Beide Varianten sind für die Kunden vor allem durch die Preisvorteile gegenüber den Originalkartuschen aus dem Erstverkauf lukrativ. Die möglichen Einsparungen bei den Druckkosten betragen je nach Hersteller und Druckermodell zwischen dreißig und fünfzig Prozent.