Komposter: Aus Gartenabfall wird bester Dünger


Wer einen eigenen Garten sein Eigen nennt, kann in mehrfacher Hinsicht von eigenem Kompost Profitieren. Ein guter Kompost ist der beste, natürliche Dünger für die eigenen Pflanzen. Mit einem Komposter kann man sich daher den auf lange Sicht teuren Zukauf von Dünger sparen. Darüber hinaus macht ein Komposter die Biotonne weitgehend verzichtbar und vermeidet damit die entsprechende Geruchsbelästigung, die im Sommer bei hohen Temperaturen von den Tonnen ausgeht.

Sechs Monate Zeit und etwas Planung sind nötig
Um den ersten guten Kompost ernten zu können, muss man nach dem ersten Aufschichten bei guten Bedingungen etwa sechs Monate Zeit einplanen. Diese Zeit brauchen brauchen Mikroben und Bodenlebewesen, um Grün- und Gartenabfälle verrotten zu lassen. Mit speziellen Kompostbeschleunigern oder mit Thermokompostern kann die Verrottung beschleunigt werden.

Wichtig für ein gutes Ergebnis ist auch eine gewisse Planung des Komposts. Eine gute Schichtung, die nicht zu fest, sondern schön locker und luftig ist, vermeidet zum Himmel stinkende Fäulnisprozesse und lässt im Inneren den Sauerstoff zirkulieren. Speiseabfälle gehören nicht in den Kompost, da sie Ratten und anderes Ungeziefer anziehen.

Platz ist im kleinsten Garten
Komposter gibt es im Baumarkt in allen denkbaren Formen und Größen, so dass auch in der Ecke des kleinsten Gartens noch ausreichende Möglichkeiten für den eigenen Kompost bietet. Die Produktpalette reicht von einfachen Gestellen aus Maschendraht oder Holz, in denen ein einfacher Komposthaufen aufgeschichtet werden kann, bis hin zu ausgefeilteren Modellen wie den doppelwandigen Kompostsilos mit Rührwerk und mehreren Kammern.

Welcher Komposter der geeignete ist, hängt neben dem Platzangebot im Garten auch von der Art und Menge der Abfälle ab, die kompostiert werden sollen. Fällt beispielsweise hauptsächlich Laub an, kann eine einfache Konstruktion aus Maschendraht völlig ausreichend sein. Andere Komposter bestehen aus Holz oder Beton, aus Flechtwerk, Matallgittern oder witterungsbeständigem Kunststoff. Ansonsten ist bei allen Systemen wichtig, dass eine durchlässige Bodenabdeckung vorhanden ist, die einerseits Nagetiere abhält, aber andererseits die für die Kompostierung wichtigen Bodenlebewesen herein lässt.

Thermokomposter für hohe Ansprüche
Thermokomposter sind geschlossene Systeme, die von ultrakompakt bis XXL erhältlich sind. Diese Komposter sind mit einer wärmeisolierenden Schicht und besonderen Belüftungssystemen ausgestattet. Dadurch entsteht im Inneren ein optimales Klima, das eine schnellere Kompostierung begünstigt. Thermokomposter bestehen meistens aus mehreren Kammern. In der untersten liegt der fertige Kompost zur Entnahme bereit. In der Mitte verrotten die Gartenabfälle in aller Ruhe und oben werden frische Abfälle aufgeschichtet.