Macht der Onlinehandel die heimische Wirtschaft kaputt?


Oh, die bösen Onlineshops. Die schaden dem lokalen Einzelhandel. Es ist so teuer ein Ladenlokal zu unterhalten, aber wer darauf verzichtet, kann online einfach zu günstigeren Preisen verkaufen. Ein Onlineshop braucht weniger Personal, ein Ladenlokal muss hingegen immer mit ein oder zwei Fachkräften des Einzelhandels versorgt sein. Ist das nicht ein ganz ungerechter Wettbewerb? Wann hat das eigentlich angefangen. Die ersten Internetshops gingen schon Mitte der 90er Jahre online. Grund dafür war das World Wide Web, ein neues Konzept, im Internet Texte und Grafiken miteinander zu verbinden und über Hyperlinks zu strukturieren. Eine echte Revolution des Mediums, das in seinen Grundstrukturen schon in den 1960er Jahren angelegt war.

Damals allerdings vor allem als US-Militärnetz. In den 1970er Jahren wurde das Internet zunehmend zu einem Netzwerk für Universitäten und Studenten. Doch das Pre-WWW Internet hatte nur wenig gemeinsam mit dem globalen Netzwerk, wie wir es heute auf dem Desktop-PC, auf dem Handy oder dem Tablet darstellen. Onlineshops und der Einzelhandel vor Ort, ein Konflikt, der wirklich sein muss? Nicht immer. Viele Einzelhändler setzen heute auf beide Konzepte gleichzeitig: Auf die persönliche Beratung und den menschlichen Kontakt vor Ort und auf günstige Angebote, die im eigenen Onlineshop verkauft werden. Auch der Erhalt der lokalen Infrastruktur bleibt dabei im Blick. Denn es gibt Online-Handelsplattformen, wie etwa www.lokavendo.de, die ganz gezielt auf das Verkaufen von lokalen Angeboten setzen. Hier bekommen Sie Produkte aus Ihrer Region und wer lokal verkauft, spart auch noch die Einstellgebühren. Das ist vor allem auch für die ländlich geprägten Regionen ein guter Weg, die lokale Infrastruktur zu erhalten. Und für Menschen aus dem Dorf ist es manchmal kein schlechter Rat, zu lokalen Patrioten zu werden. Denn der Einkauf beim Anbieter vor Ort trägt dazu bei, dass das Dorf nicht zu einem reinen Schlafdorf wird. Also zu einer Ortschaft ohne Geschäfte und ohne Arbeitsplätze. Nur noch mit Betten zum Schlafen. Das bringt das Dorfleben dann fast zu erliegen. Und das wäre doch schade, oder?